Wellenkraftwerk-Technologien
Energie durch Wellenkraft kann über verschiedene Technologien genutzt werden. Drei Prinzipien lassen sich unterscheiden: die pneumatische Kammer, Schwimmkörper und das OWC-Prinzip.
Die pneumatische Kammer nutzt Energie von Luftströmen, die von Meeresbewegungen verursacht wird, mittels eines Windgenerators.
Das Prinzip der Schwimmkörper basiert auf miteinander verbundenen Schwimmkörpern. Manchmal sind die Schwimmkörper auch mit dem Ufer verbunden. Dabei werden die Schwimmkörper durch die Wellen bewegt. Hydraulische Systeme geben die durch die Bewegung aufgenommene Energie weiter und betreiben einen Generator.
OWC-Prinzip
Das so genannte OWC-Prinzip wird seit dem Jahr 2000 verwendet, und zwar in einem Wellenkraftwerk auf der schottischen Insel Islay. Dieses Wellenkraftwerk ist das erste, das Strom in ein kommerzielles Stromnetz einspeist. Das OWC-Prinzip darf man sich folgendermaßen vorstellen: Wellen pressen Wasser in kaminförmige Betonröhren. Beim Ablaufen des Wassers erzeugen Wellen einen Sog, der das Wasser aus den Röhren zieht. Am Ende der Röhren befindet sich eine Turbine. Indem die Wassersäule in sich zusammenfällt und Luft aus den Betonsäulen anzieht, entsteht ein schneller Luftstrom, der eine Turbine antreibt.
Im April 2009 berichtet die „taz“, der spanische Versorger Iberdrola soll ein Wellenkraftwerk im Baskenland bauen. Dabei handelt es sich um das dritte Projekt dieser Art des Unternehmens. Der Kostenpunkt liegt bei 4,5 Millionen Euro. Mehrere Monate wird es dauern bis das eigentliche Kraftwerk nach zahlreichen Testläufen entsteht. Die Leistung soll bei 500 Kilowatt (KW) liegen. Das würde ausreichen, um den Stromverbrauch von 950 Haushalten abzudecken.